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Ein Weidenbaum spendet trost



Skizze von der Silberweide am Deich. Ein
Weidenbaum kann uns die Natur näher bringen.




Es war schon spät, als mein Hund mich an mein Versprechen erinnerte, mit ihr einen Spaziergang zu machen. Draussen hatte der neue Schnee die Landschaft mit Zucker überzogen. Was für unseren Hund eine ware Freude war. Sie tobte wie wild im Schnee und für mich war es trotz später Stunde hell genug, um den Weg in der Dunkelheit zu finden.
Wir genossen beide diese Ruhe und das magische Licht des Schnees. Auf den Strassen fuhren keine Autos und wenn sich mal einer Blicken liess, dann nur im Schleichtempo. Wir gingen über den Deich. Wir leben nahe der Weser. Der Fluss liess sich nicht von der Winterpracht beeinflussen. Er floss geschäftig an uns vorbei. Lola, unsere Hündin, fand einen Stock und spielte mit mir fangen.




Lola liebt das Toben in freier Natur
Es macht so viel Spass, wenn da einer ist, der dich mitreisst.



Dann blieb ich auf einem der Kampingplätze stehen, die im Winter ganz leer sind. Eine grosser Weidenbaum überragte den Platz. Sie sah so friedlich und vertraulich aus, das ich mich entschloss sie mit meinen Händen zu berühren. Diese Ruhe die mich plötzlich überkam war schon unheimlich.
Dann hörte ich die innere Stimme...
„In der Ruhe liegt die Kraft. Wenn Du mal wieder vor Unruhe umherläufst, dann setze dich hin und suche die Ruhe. Erst wenn die Ruhe ganz von Dir Besitz ergriffen hat, dann stehe wieder auf und setze dein Werk fort.“
Ich atmete tief durch und liess den Weidenbaum los. Woher wusste dieser Baum, was mein momentanes Problem war?
Dann tobte auch schon Lola heran und animierte mich zum weiterspielen. Wir liefen übermütig wie ein Kind und ein Welpe durch den Schnee .
Auf dem Weg nach Hause gingen mir diese klugen Worte dieses Weidenbaumes immer wieder durch den Kopf. Vielleicht sollte ich mich wirklich mal zurücklehnen und tief in mir meine Ruhe suchen und manifestieren. Ich würde dann bestimmt mit klarem Kopf arbeiten und schneller sein, als mit hektischen und genervten Gedanken.
Aus Erfahrung weiß ich, dass eine Pause Wunder tun kann und eine neue Perspektive ermöglicht. Aber hier ging es tiefer.

"Tiefe Ruhe", wie soll das gehen...

Ich sollte so lange warten, bis ich ganz von der Ruhe erfüllt sein sollte. Für mich eine fast unlösbare Aufgabe. Ich werde dabei versuchen mich an diesen Moment zu erinnern und mich ganz in diese Athmosphäre versinken lassen.
Wenn ich jetzt darüber nachdenke entspanne ich schon und mache eine tiefen Seufzer. Also es geht doch. Die Natur hilft uns mit Baummeditation um Ruhe zu finden.
Jedem wünsche ich dieses unbegreifliche Gefühl der Sicherheit, Geborgenheit und Ewigkeit. Alles wird so unwichtig und klein. Die Ruhe ist kein Wort mehr, sondern ein tiefes warmes Gefühl. Es macht süchtig und der Körper will gerne mehr davon. Aber solche Süchte sind mir genehm. Es muß nicht immer ein Weidenbaum sein. Es kann jeder Baum, der Euch anspricht mit Euren Gedanken kontakt aufnehmen.


Links und Info:
Die Silberweide (Salix alba) war Baum des Jahres 1999. Ihre Kräfte sind auch in der Medizin bekannt. Sie waren die Vorläufer des Aspirin. Sogar Kricketschläger werden daraus gefertigt.

Quellen: www.baum-des-jahres.de und www.heilfastenkur.de

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