
April 2009
1-8. April 2009
Ich habe einige Anrufe und E-Mails von Tierbesitzern bekommen, deren Tiere erkrankt sind und die mit dem Tod kämpfen. Wer weiter leben kann oder wer geht, liegt leider nicht immer in unseren Menschenhänden. All meine Liebe und meinen ganzen Respekt den Menschen, die ihre Energie und Zeit aufwenden kranken Tieren zu helfen und sie bis zum Ende zu begleiten. Eines weiß ich gewiss: Die Tiere bedanken sich für die Begleitung!

Lämmer- Garten
9/10. April 2009
Hasenmond, Sähmond oder einfach nur Grüner Donnerstag und der christliche Karfreitag.
Ich grüble seit Tagen über die dunklen tiefen Löcher in unserem Leben nach. Ich habe gelernt, dass Probleme von uns gemacht werden, aber trotzdem sind sie nicht einfach zu umgehen. Starr auf eine Lösung zu hoffen bringt oft nicht den Erfolg. „Zurück zur Natur!“ ist hier die Lösung. Wenn wir nach einer Lösung suchen schauen wir immer nur auf das Problem. Dabei verlieren wir schnell den „Blick fürs Ganze.“ Den Blickwinkel eines Unbeteiligten anzunehmen hilft Abstand zum Problem zu gewinnen. Dann sieht vieles anders aus und man erkennt vielleicht auch die Lösung. Versucht es doch auch mal! Nehmt die Vogelperspektive an und betrachtet die prekäre Situation von oben mit dem Blick fürs Ganze.

Hund: Was soll ich zuerst suchen? Die Ostereier oder die Osterhäschen?
13. April 2009
Ich bin ein großer Fan von Caesar Millan und schaue seine Sendungen so oft ich kann. Es ist sehr interessant und lehrreich und so bestätigend mit den Erfahrungen die ich mit Hunden mache. Seinen Spruch, dass ein Hund ein Tempel ist, finde mich besonders gut. Er sagt, dass wenn man die negativen Energien von Hund nimmt, dann sieht man die wahre Natur, in der sich das Tier gerne bewegen möchte. Unsere Tiere leben so nahe bei uns, dass sie unseren Ängsten, Wut und Frustrationen nicht entfliehen können. Sie sind ein Teil der Familie. Was Tiere brauchen, ist ein fester und sicherer Platz in der Rangfolge. Hunde leben mit uns, als ob sie in einem Rudel leben würden. Das ist ein Gedanke, den viele Menschen völlig ignorieren oder nicht sehen wollen. Viele machen sich ihre Probleme mit den Hunden, indem sie menschliche Maßstäbe setzen. Wir müssen denken wie ein Hund! Wenn wir ihnen zu viel Verantwortung oder ein Territorium zum Beschützen geben, werden sie ihre Aufgabe auch auf ihre Art erfüllen. Und wenn wir ihnen die Hauptrolle überlassen, dann werden wir keine Kontrolle mehr haben. Also wenn Probleme auftreten, müssen sich die Menschen ändern, damit dann das Tier sich positiv ändern kann!
14. April 2009
Tiere sind für mich immer ein gute Barometer unserer eigenen Launen. Sie reflektieren unsere Gedanken und unsere Emotionen. Es ist ihre Art auf Kommunikation zu reagieren. Wir senden Signale aus, oft auch unbewusst, und die Tiere als Empfänger versuchen diese zu verarbeiten. Leider sind wir Menschen sehr verkopft und senden eine große Anzahl an Gedankenenergie in unsere Umwelt. Die Tiere sind mit dieser Signalflut absolut überfordert. Sie reagieren darauf sehr unterschiedlich mit Frustration, Aggression, Angst oder Ignoranz. Wir Menschen müssen uns klar werden, was wir unseren Haustieren jeden Tag zumuten. Hier kommen die Übungen für die Tierkommunikation gerade richtig. Entspannen, Gedanken sortieren und klares Denken können uns wieder in die natürlich Welt der Gedanken und Emotionen zurückbringen.
15. April 2009
Weg mal Zeit ergibt die Geschwindigkeit. Mir kam dieser Satz heute, als ich mir über meinen eigenen Weg Gedanken machte. Wir leben in einem „Zeitalter“ indem die „Zeit“ einen entscheidenden Platz einnimmt. Die Zeit altert nicht, aber wir. Deshalb immer die Angst, dass wir keine Zeit mehr haben oder uns die Zeit wegläuft. Ein hilfloses Gefühl, dass jeder schon gehabt hat oder jeden Tag mit sich rumträgt. Mein Weg hat viele Schleifen, Umwege und Hindernisse gehabt. Der Faktor Zeit ( 24 Stunden am Tag) ist für uns Menschen alle die gleiche. Aber die Geschwindigkeit mit der wir durch das Leben gehen verändert sich mit unserem Weg. Es ist eine simple Formel, die mir aber Einsicht über die Unterschiedlichkeit von Erfolgsstorys gibt. Wessen Weg länger ist, der braucht länger, aber deshalb ist er nicht schlechter oder erfolgloser. Wer also den längeren Weg geht hat aber auch mehr erlebt und gesehen. Hohe Geschwindigkeit wirkt nun plötzlich ehr negativ. Mein Fazit: „Gut Ding will Weile haben.“ Und die Natur weiß warum es so ist!
16. April 2009
"Glaube, dann kann dir geholfen werden." Dieser Spruch wurde heute an mich herangetragen, als ich mit Lola spazieren ging. Es ist kein kirchlicher Singsang! Ich suchte nach neuen Wegen und Lösungen für meine Arbeit mit den Tieren. Glaube ist eine positive und kreative Energie.
Beispiel: Wenn ein Mensch nicht an Heilung glaubt, kann oft die beste Medizin oder der fähigste Arzt nicht helfen. Wer aber seinen Glauben nicht verliert und die Hoffnung nicht aufgibt, hält sich Chancen offen.
Ich beschäftige mich schon seit langer Zeit mit der Energie der Gedanken. Sie ist ein fester Bestandteil in der Kommunikation mit der Umwelt. Wenn jemand unglücklich ist, erkennen wir es im Unterbewusstsein, obwohl der Jenige uns unbekannt ist und lacht. Wir haben innere Antennen, die uns diese Dinge wissen lassen. Tiere sind besonders gut im Erkennen von solchen Situationen. Deshalb kann man sie nicht anlügen. Tiere selber lügen nicht, weil sie einander lesen können. Nur der Mensch hat im Laufe seiner Evolution diese Fähigkeiten unterdrückt, weil er den anderen Menschen überlisten will. Tiere haben diese Überlebenstaktik nicht. Sie lenken ab oder tun so als ob, aber sie haben nicht vergessen, das der andere sie trotzdem lesen kann. Die Menschen kann man am besten manipulieren. Und die Tiere lernen es oft von den Menschen selber.
Beispiel: Unsere Lola schaut sich ab, wie mein Mann und ich miteinander leben. Sie nutzt unsere Gedankentricks oft an uns selber. Sie hat von uns gelernt, wie sie uns manipulieren kann. Ein Naturinstinkt, den wir oft unseren Tieren nicht zusprechen. Denn es ist ja so peinlich, zu erkennen, das unser Hund uns manipuliert und austrickst ohne das wir das merken- oder? Und die Katze erst… Vielen Menschen bricht ein Zacken aus der Krone, wenn sie diese Tatsache anerkennen müssten.
17/18. April 2009
Heute las ich den Spruch von Friedrich Schiller: „Drum prüfe, wer sich ewig bindet- Ob das Herz zum Herzen findet!“ Diesen Spruch, der eigentlich für Menschen gemacht ist, fand mich ebenso passend für die Beziehung zwischen Mensch und Tier. Besonders im Hundeführertraining fällt dieser Spruch bei vielen unter- besser auf - den Tisch. Bei einigen würde sich der folgendermaßen anhören: Drum prüfe, wer sich ewig bindet- Ob Herrchen auch genug Leckerchen hat. Das es eine Liebesbeziehung zwischen Mensch und Tier gibt wird wohl kaum einer anfechten, aber ohne Futter- Nein, das geht doch nicht!- Oder?
Die Herzenergie hat jeder schon mal bei verliebten Pärchen gesehen. Dort ist sie so stark, das sie fast sichtbar von Herz zu Herz fließt. Dieses Bild kann man sich im Hundetraining gut vorstellen. Lassen sie doch mal ihre Herzenergie zum Herzen ihres Tieres fließen. Ich möchte wetten, dass ihre Gefühle anfangen zu reagieren… Und das Tier wird ebenso reagieren!
19. April 2009
Heute war wieder unser Auftritt auf einer Hundeschau angesagt. Es war auf einer Zuchtschau für Deutsche Schäferhunde. Für Rüde Charli war es ein besonderes Ereignis. Er ist das erste Mal seit zwei Jahren von Zuhause weg. Er war erst sehr unruhig und verwirrt. Aber es waren so viele fremde Hunde dort, das er bald nicht mehr wusste, welchen Hund er zuerst anknurren sollte. Dann habe ich ihn mit Lola zusammen geführt und ihre ruhige gelassene Art hat ihm schnell gezeigt, wie man sich als Hund am besten in solcher Hundemenge verhält. Er hat sich dann sogar ausgelassen auf dem Rasen (vor anderen Hunden) gewälzt. Es ist doch sehr praktisch und einfacher einen jungen Hund an solche Stresssituationen heranzuführen, wenn man einen alten erfahrenen Hund dabei hat.
Charli in Aktion
21/22. April 2009
Ich habe festgestellt, dass mein eigener Energiepegel sehr ausschlaggebend ist für meine Art und Konzentration bei der Arbeit. Besonders in der Arbeit mit den Tieren ist er ein wichtiger Punkt. Wenn mein Energiepegel tief ist, dann habe ich keine Geduld, verstehe keinen Spaß und bin nicht fähig gute Kompromisse einzugehen. Wer auch damit Probleme hat, sollte mal über gute und gesunde Ernährung und ausreichend schlaf nachdenken. Ich tue das jetzt, damit mein Energiepegel wieder steigt.
23-26. April 2009
Mir macht das Leben zurzeit Sorgen. Ich möchte viel und kann nur eines auf einmal tun. Aber alles um mich herum wächst so schnell und die Anforderungen an den Tag werden immer mehr. Es macht mich schwindelig nur an all diese Sachen zu denken. Ich schreibe diese Zeilen in mein Tagebuch, weil ich glaube, dass ich nicht die einzige bin, die unter dieser Reizüberflutung leidet. Tiere zum Beispiel haben ein anderes Bild von ihrem Tag. Sie denken wie der Dichter Horaz es in einem seiner Carmina beschrieb: „carpe diem, quam minimum credula postero“, d.h. : Nutze den Tag, und glaube so wenig wie möglich an den nächsten! Oder meine Übersetzung: Lebe diesen Tag und verschwende wenige Gedanken an den nächsten.
Tiere wissen über die Anwesenheit von Zeit, sonst würde die Katze nicht Stundenlang vor einem Loch hocken, um auf eine Maus zu warten. Sie nehmen die Zeit, wie die Luft zum atmen. Sie fangen nicht an die Zeit einzufangen, effektiver zu gestalten, oder sich mit Zeitverschwendung zu quälen. Sie ist einfach da um zu leben. Und morgen ist ein anderer Tag. Tiere wissen über Vergangenheit, Zukunft oder Gegenwart, aber sie interpretieren es anders. Die Gegenwart bedeutet Leben im hier und jetzt. Die Vergangenheit ist etwas, was sie mal gesehen, erlebt und erfahren haben. Viele Bilder und Emotionen sind daraus geblieben, die als normale Lernprozesse abgespeichert sind. Sie kennen die Zukunft, weil sie wissen, dass etwas geschehen wird. Die Nacht weicht der Sonne. Der Pfleger wird mit Futter kommen. Tiere können Erdbeben vorhersagen.
Lebe erst mal diesen Tag, bevor du dich vor dem nächsten fürchtest. Die Natur macht es so. Im Herbst wird geerntet, weil der futterlose Winter kommt. Wenn du aber im Herbst deine Tage nicht nutzt um die Ernte einzubringen, sondern dich vor lauter Furcht vor dem Ungewissen versagst, dann hast du die Botschaft der Natur nicht verstanden. Der Herbsttag zeigt dir, was er hat und das sollst du erkennen. Wir Menschen übersehen viel, weil wir immer zu weit vorausschauen. Wir verlieren schnell das Gefühl für Zeit und Raum. Die Natur und die Tiere leben noch den richtigen Rhythmus. Es sei denn der Mensch hat die Natur verändert oder die Tiere vermenschlicht.
Also mein Apell: Lebe diesen Tag, denn die Zeit ist unendlich.
27/28. April 2009
Ich gebe Lola zurzeit wegen ihrer Gelenke und ihrem Alter etwas Zusatzfutter. Die Produkte von „cdvet“ benutze ich schon seit Jahren und bin sehr zufrieden damit. Nicht nur bei den Hunden sondern auch bei den Pferden (Rehe -fit!) und Katzen. Die Produkte sind hauptsächlich auf natürlicher Basis hergestellt. Das „Lauf-fit“ ist eine Kräutertinktur, die Lola gerne nimmt und ihr sehr gut tut. Sie wird wacher und lauffreudiger. Trotz heftigem Muskelkater nach dem Agility gestern- wir haben die Steilwand geübt- spielt sie heute übermütig mit uns. Ich füttere zudem noch Kräuter- und Gemüsepulver für alte Hunde dazu (Senior-dog). Sie bekommt zwischendurch frisches Fleisch von Huhn und Rind dazu. Ansonsten bekommt sie normales Trockenfutter und Dosenfleisch. Sie frisst es gerne und ihre Verdauung ist sehr gut.
Aber ich merke, dass im Alter die Fütterung genauso wichtig ist wie bei einem jungen Hund. Es ist wichtig das Futter auf die Lebensbedingungen der Tiere einzustellen.
29. April 2009
Lola hat arges Jucken in ihrem rechten Ohr. Trotz Ohrspülungen wird es nicht besser. Also sind wir dann zum Tierarzt- und Lola wollte unbedingt dort hin! Uns blieb eine kleine OP nicht erspart. Drei Grannen von Grassamen hat die Tierärztin aus dem Ohr geholt. Ich wusste gar nicht, dass da so viel Platz im Gehörgang ist. Leider hat Lola die Narkose nicht besonders gut vertragen. War wohl zu viel für einen alten Hund. Immerhin ist sie schon zehn Jahre alt. Es sind schon 5 Stunden seit dem Aufwachen vergangen und sie ist noch völlig benebelt. Ich selber bin fix und fertig. Während der Narkose dachte ich mein Hund hat keine Atmung mehr- so tief war ihr Blutdruck gesunken- zu tief meiner Meinung nach. Bei der nächsten OP werde ich den Tierarzt entsprechend warnen.
30. April 2009
Lola wird langsam wieder normal. Ist halt eine ältere Hündin! Die Tierärztin hat gestern festgestellt, dass Lola immer noch dicke Mandeln hat. Aber die Antibiotika gebe ich ihr erst, wenn sie wieder fit ist!
