Gespräch mit einem Kater
Ich bekam ein Bild zugeschickt, auf dem eine weiße Katze zu sehen war. Der Kater wurde einige Wochen zuvor aus den Tierheim vermittelt. Dieses Bild kann ich wegen dem Besitzerschutz nicht zeigen, aber einen Ausschnitt aus dem Gespräch mit der Katze habe ich hier aufgeführt.
Die ersten Worte schossen mir nur so entgegen:
Kater: Geh aus meinem Leben. Ich brauche deine Liebe nicht. Du gehst mir auf die Nerven. Lass mich in Ruhe.
E: Meinst du mich?
Nein, meine sogenannte neue Besitzerin
E: Wieso?
Kater: Sie macht so viel Wirbel um mich. Und dabei will sie nur was für sich tun. Ich bin da nur ein Mittel zum Zweck.
E: Kannst du mir das genauer beschreiben?
Kater: Sie hat ein extremes Problem mit ihrem Selbstbewusstsein. Sie wird von jedem herumgestoßen und wehrt sich nicht. Dann komme ich und sie hofft, sie kann jetzt endlich mal selber über etwas bestimmen. Dabei macht sie nur das mit mir, was andere mit ihr machen. Ich werde es mir nicht gefallen lassen. Sie soll gefälligst ihr Leben sortieren und mich in Ruhe lassen. Ich werde mich wehren. Das mache ich so nicht mit.
E: Sie überlegt noch eine zweite Katze zu holen.
Kater: Dann wird es richtig schwierig für sie. Ich brauche keine Konkurrenz. Sie versteckt sich nur vor ihren Problemen indem sie so wohltätig tut. Aber Wohltat kommt von etwas zum Wohlsein tun. Sie geht mir aber auf den Keks.
E: Kannst du dir vorstellen ihr zu helfen und mit ihr Glücklich zu werden?
Kater: Helfen tue ich ja schon, aber sie merkt gar nichts mehr. Da muss erst was Heftiges passieren, bis das Glück zwischen uns wachsen kann.
E: Bist Du ihr richtiger Weggefährte?
Kater: Ja, ohne Zweifel. Aber es wird noch richtig schwer für sie.
E: Und du? Wie wird es für dich?
Kater: Ich werde mich schon zu wehren wissen.
Ende
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