Gesunder Geist
Wer wünscht sich nicht einen gesunden Körper? Was aber immer wieder vergessen wird, das dazu ein freier Geist gebraucht wird. Wenn wir Menschen uns Tag ein und Tag aus mit Glaubenssätzen und Enthaltungen quälen, dann wird der Körper letztendlich krank.
Ich wurde vor einigen Jahren von einer Gruppe in einem Seminar gefragt, was ich mir für meine Zukunft wünschen würde. Mein erster Gedanke war, mein Leben so zu leben, wie ich es möchte. Ich wurde mit dieser Antwort nur unverständlich abgewunken. Glück, Reichtum, Erfolg, viel Spaß und ewige Gesundheit wollten sie von mir hören. Ich erklärte ihnen, dass ich all das finden würde, wenn ich mein Leben leben würde. Viele Jahre hatte ich ein Leben geführt, was anderen gefallen sollte. Ich selber blieb dabei auf der Strecke. Heute weiß ich, das es die richtige Entscheidung war mein eigenes Leben aufzubauen.
Überdenken Sie doch mal Ihre "das tut man nicht" oder "das darf man nicht" Sätze. Sind Sie alle so Tabu wie sie aussehen? Oder verbirgt sich dahinter ein unausgesprochenes Verbot zum eigenen Lebensweg.
Der kleine Urlaub zwischendurch ist eines der Geheimnisse, die anscheinend nur die erfolgreichen Menschen kennen. Meine Eltern kannten schon die erholsame Wirkung des Mittagsschlafes. Egal, ob man schläft oder nur ruht. Egal ob es eine ganze Stunde oder nur 20 Minuten sind. Über die alte Tradition der Landbevölkerung wird immer wieder geschmunzelt oder sogar geschimpft. Besonders wenn man vor verschlossener Tür steht, nur weil der Bauer es mit seiner Mittagsstunde sehr genau nimmt.
Das Leben heute ist anders als vor vielen Jahren, wo der Bauer schon vor Sonnenaufgang aufstand. Heute stehen wir auch früh auf, aber die Intensität der Arbeit hat extrem zugenommen. Unser Gehirn arbeitet auf Hochtouren und wir sind so aufgedreht, das wir uns noch nicht mal mehr entspannen können. Oder überhaupt Zeit oder Platz dazu haben uns für eine Mittagspause hinzulegen.
Lassen Sie die Seele in der Natur träumen
Es gibt ein Rezept dagegen, das genauso alt ist wie die Mittagspause:
Der kleine Urlaub zwischendurch!
• Pausen einlegen! Die Raucher nennen es ihre Raucherpause. Und wir Nichtraucher gönnen uns keine, weil wir dem Glimmstängel nichts abgewinnen können. ACHTUNG! Ich muss nicht rauchen um eine Berechtigung zu haben eine Pause machen zu dürfen.
• Einen Tee oder Kaffee trinken. Dabei ist es wichtig es nicht nebenbei zu tun. Setzen sie sich von ihrem Arbeitsplatz weg. Am besten nehmen sie ihr Getränk mit nach draußen an die frische Luft. Und stellen sich dabei vor sie hätten jetzt gerade Urlaub und könnten ihre Gedanken hängen lassen.
• Die 3 Sek. Pause. Es gibt heilige Menschen, die durch ihre Meditation so schnell entspannen, dass sie es in ganz kurzer Zeit schaffen. Also ich nicht, ich brauche da schon meine 10 bis 20 Minuten. Es geht besonders gut, wenn ich mich mit Meditationsmusik mit meinem i-Pod in die Ecke setze. Es gibt auch viele gesprochene Meditationen, die sich dafür gut eignen. (s. Google suche)
• Abwechslung! Wichtig ist, wenn sie ein Pause machen, dann müssen sie sich mit etwas anderem Beschäftigen, als das was sie gerade getan haben. Sitzen sie viel, dann gehen sie. Und wenn es nur die Treppen einmal rauf und runter sind. Gehen sie viel, dann setzen sie sich. Und wenn es auf einer Plastiktüte auf der Erde sein muss.
• Der Trick dieser kleinen Pausen ist, dass sie einen STOP vor ihr tun setzen. Kommen sie wieder zu sich selbst. Besonders wenn sie im Stress sind und wichtige Entscheidungen treffen müssen. Passen sie auf, dass ihr Körper und ihre Gedanken nicht ohne sie weiterlaufen. Dann passieren viele Unfälle und man sagt Dinge, die einem später Leid tun.
Wenn sie Zuhause sind, können sie ihren Mini-Urlaub auch noch mehr ausweiten:
• Nehmen sie sich ein heißes Bad.
• Setzen sie sich in die Sonne. Nehmen sie ein Sonnenbad. Im Sommer gehen sie ins Freibad. Im Winter in die Sauna.
• Lesen sie ein erholsames Buch.
• Gehen sie ins Kaffee und lassen sich dort bedienen. Ich nehme immer gerne ein Buch mit und lese es dort.
• Gehen sie spazieren. Viele die einen Hund haben, wissen diese Zeit zu schätzen. Wenn sie keinen Hund haben, leihen sie sich doch einen aus. In den Tierheimen suchen sie immer nette Menschen, die mit den Hunden mal rausgehen.
• Viele erholen sich bei der Gartenarbeit. Oder finden ihre ruhigen Momente bei der Pflege ihrer Balkonpflanzen. Es erdet uns - ehrlich!
• Ich gehe auch gerne Window Shopping. Einfach bummeln gehen und von schönen Sachen träumen. Wer Angst hat sich in seinem Kaufrausch zu verlieren, dem gebe ich den Rat, nehmen sie nur soviel Geld mit, das sie eine Tasse Kaffee und einen Kuchen kaufen können. Auch die Kreditkarten Zuhause lassen.
• Eine Fahrt ins Blaue. Meine Eltern haben sich diesen Tagesurlaub oft gegönnt. Morgens beim Frühstück kam die Idee. Und dann sind sie einfach losgefahren ohne Ziel. Sie waren immer pünktlich abends zurück und hatten viel zu erzählen.
• Das kann man auch gut in der Stadt machen. Steigen sie doch einfach mal in einen Bus oder eine Straßenbahn, den sie noch nie benutzt haben. Sie werden staunen was sie da entdecken. Und sie dachten sie kennen sich aus…Haha.
Kluge warten,
Weise gehen in den Garten.
Unbekannter Verfasser
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